Lambdasonde defekt: Symptome, Diagnose & Kosten

Lambdasonde defekt: das Gemisch gerät aus dem Takt
Die Lambdasonde misst den Restsauerstoff im Abgas und meldet dem Steuergerät, ob das Gemisch zu fett oder zu mager ist. Auf Basis dieser Information regelt der Motor die Einspritzung. Ist die Sonde defekt, fehlt diese Rückmeldung, der Verbrauch steigt, die Abgaswerte verschlechtern sich und der Katalysator kann Schaden nehmen.
Regelsonde und Diagnosesonde
Moderne Fahrzeuge haben meist zwei Sonden: die Regelsonde vor dem Katalysator (regelt das Gemisch) und die Diagnosesonde dahinter (überwacht den Kat). Defekte an der Regelsonde wirken sich am stärksten auf Verbrauch und Laufverhalten aus.
Symptome einer defekten Lambdasonde
- Erhöhter Kraftstoffverbrauch
- Leistungsverlust und Ruckeln
- Schwankender Leerlauf
- Schlechte Abgaswerte (Problem bei der Abgasuntersuchung)
- Motorkontrollleuchte mit Lambda-Fehlercodes
- Schwarzer Rauch bei zu fettem Gemisch, siehe schwarzer Auspuffrauch
Ursachen
- Alterung/Verschleiß (Sonden haben eine begrenzte Lebensdauer)
- Verrußung oder Verölung bei zu fettem Gemisch oder Ölverbrauch
- Kabelbruch oder Kontaktprobleme
Reparaturkosten
| Maßnahme | Kosten |
|---|---|
| Lambdasonde (Material) | 50–200 € |
| Inkl. Einbau | 150–450 € |
| Folgeschaden Katalysator | 500–2.000 € |
Reparieren oder verkaufen?
Die Lambdasonde selbst ist günstig zu ersetzen. Hat ein zu fettes Gemisch jedoch bereits den Katalysator oder über Ölverbrennung den Motor geschädigt, summieren sich die Kosten. Verwandte Themen: Luftmassenmesser und hoher Ölverbrauch. Unsere Entscheidungshilfe hilft beim Abwägen.
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